



Die Welt mit offenen Augen wahrnehmen, Danke sagen und Gemeinschaft erleben: Das prägte unseren Schöpfungstag am Freitag, dem 2. Oktober. Anlass war der 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi, dessen Liebe zur Schöpfung uns durch den Tag begleitete.
Schon am Vormittag wurde das Thema in den Klassen lebendig. In verschiedenen Projekten beschäftigten sich unsere Schüler mit der Umwelt und der Bewahrung der Schöpfung. Dabei ging es auch um eine Frage, die uns alle betrifft: Was können wir selbst dazu beitragen, die Welt, die uns anvertraut ist, zu schützen?
Ein besonderer Höhepunkt war die Schöpfungsmesse im Dom zu St. Pölten mit Weihbischof Anton Leichtfried. Im Mittelpunkt stand der Sonnengesang – das große Loblied des heiligen Franziskus, das Sonne, Wasser und andere Geschöpfe als Brüder und Schwestern würdigt. Weihbischof Anton machte auch deutlich, welch außergewöhnlichen Text Franziskus damit geschaffen hat: In seinem umbrischen Heimatdialekt verfasst, zählt der Sonnengesang zu den frühesten Zeugnissen italienischer Literatur.
Danach führte uns der Weg in den Schulgarten, wo wir erstmals in dieser Form zu einem gemeinsamen Schöpfungsbrunch zusammenkamen. Beim Essen und im Austausch zwischen Schüler und Lehrer wurde aus dem Gedanken der Verbundenheit ein fröhliches Miteinander. Der strahlende Sonnenschein schenkte uns dazu den passenden Rahmen: Der Dank für „Schwester Sonne“ war an diesem Tag nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren. (Text: Dir. Marc Nussbaumer)
